Home » Ägypten » Ägypten: Mursi auf dem Weg in den Gottesstaat

Beten für unsere Schwestern und Brüder in Indien

RSS Stefan Oster SDB

  • Der Täufer und das dreckige Wasser des Jordan. Warum steigt Jesus da hinein?
    Vergangenen Sonntag war wieder Believe and Pray im Online-Format. Im Impulsvortrag habe ich über die Taufe des Herrn gesprochen, über den Täufer und den Schicksalsfluss des Volkes Gottes. Hier zum Nachhören oder Downloaden. Bistum Passau · BnP Gebetskreis – Impuls ... Der Beitrag Der Täufer und das dreckige Wasser des Jordan. Warum steigt Jesus da […]
  • „Europa verspielt seine Sendung“
    Ein Interview für die österreichische Tageszeitung „Kurier“ und Rudolf Mitlöhner in der Weihnachtsausgabe. Hier zum Nachlesen:   Der Beitrag „Europa verspielt seine Sendung“ erschien zuerst auf Stefan Oster SDB.

Zum dritten Mal auf der Flucht…

Irak: Weiter Gefahr für Christen

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

Ägypten: Mursi auf dem Weg in den Gottesstaat

Print Friendly, PDF & Email

Luxor/Frankfurt am Main. In Ägypten ist die Zahl der Anklagen und Prozesse wegen angeblicher Gotteslästerung sprunghaft gestiegen. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, gab es unter dem ehemaligen Diktator Mubarak pro Jahr im Schnitt ein bis zwei Blasphemie-Prozesse. Mit der Machtübernahme der Muslimbrüder seien Blasphemie-Vorwürfe von einem Randphänomen zu einem Machtmittel geworden, so die IGFM. Erschreckend sei zudem die wachsende Zahl von Urteilen und deren Härte. Mindestens sieben Todesurteile wegen Blasphemie seien bekannt geworden. „Mursis Weg in einen islamischen Gottesstaat, und die Gefährlichkeit der Muslimbrüder sind jetzt unübersehbar“, unterstrich IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Anlass für die Kritik ist der Blasphemie-Prozess gegen die koptische Grundschullehrerin Demiana Ebeid Abdelnour am gestrigen Dienstag. Die 24-jährige wurde von drei Schülern einer Grundschule in Luxor beschuldigt, in ihrem Unterricht über die Geschichte der Weltreligionen den Islam und den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Die Grundschullehrerin wurde nach Angaben der IGFM vom Unterricht suspendiert und musste sich zunächst vor drei Untersuchungsausschüssen verantworten. Die Eltern der drei Schüler warfen ihr vor, den ehemaligen koptischen Papst Shenouda mit dem Propheten Mohammed verglichen zu haben und jedes Mal, wenn sie den Namen Mohammed erwähnte, ihre Hand auf ihren Magen oder ihren Hals zu legen. Sie wies alle Vorwürfe zurück und wurde von allen Untersuchungsausschüssen freigesprochen. Dennoch läuft das Verfahren gegen die koptische Lehrerin weiter. Der Prozess wurde auf den 11. Juni vertagt. Die IGFM vermutet als Hintergrund die heftigen internationalen Proteste gegen die langjährigen Gefängnisstrafen gegen Mitarbeiter von 17 internationalen Nichtregierungsorganisationen in Kairo.

Medhat Klada, Vorsitzender der European Union of Coptic Organizations for Human Rights (EUCOHR), berichtete der IGFM über eindeutige Diskriminierungen bei der Verhandlung: „Es wurden nur jene Schüler als Zeugen gehört, die gegen Demiana aussagten. Muslimische Schüler, deren Aussage Demiana entlastet hätte, wurden nicht angehört“, so Klada.

IGFM plädiert für Abschaffung von Blasphemiegesetzen. „Der IGFM werden immer wieder Fälle von unrechtmäßigen Blasphemievorwürfen und folgenden Übergriffen gemeldet. Opfer sind vor allem religiöse Minderheiten, insbesondere Christen“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. „Da in der Praxis nur eine einzige Religion gegen Blasphemie geschützt wird und vor allem, weil Blasphemiegesetze oft missbraucht werden, sollten sie ganz abgeschafft werden.“

Share

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

RSS Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit

  • Kreuz geschützt: Chinesischer Pastor in Haft 9. Januar 2021
    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Januar 2021“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den evangelischen Pastor Li Juncai aus China benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Inhaftierten einzusetzen und zu beten. Der Pastor der Zhongxin-Hauskirche in der Provinz Henan wurde am 20. Februar 2019 zusammen mit drei […]
    Ernesto

Die türkische Regierung ist gefordert!

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Radio Horeb – Kirche in Not

RSS Vatican-News

  • D/Heiliges Land: „Christen als Garant für Zusammenhalt“ 21. Januar 2021
    Eine Reise nach Jerusalem, aber nur virtuell: Das 21. Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land ist in diesem Jahr nicht ausgefallen, aber anders als früher nur online veranstaltet worden. Radio Vatikan hat mit Weihbischof Udo Bentz aus Mainz gesprochen; er nahm als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche […]
  • Vatikan ebnet Weg für Seligsprechung eines Pro-Life-Genetikers 21. Januar 2021
    Der französische Genetiker und Kinderarzt Jérôme Lejeune rückt einer Seligsprechung näher. Der Heilige Stuhl hat dem Laienchristen, der für das unbedingte Lebensrecht von Kindern mit Behinderung eintrat, den sogenannten heroischen Tugendgrad verliehen, eine Etappe auf dem Weg zur Seligsprechung.