Home » Pakistan » Pakistan: Christliches Bekenntnis trotz Bedrängnis

RSS Leben im Feuer des Heiligen Geistes

  • Come Holy Spirit!
    The post Come Holy Spirit! first appeared on Leben im Feuer des Heiligen Geistes.
  • Der Geist ist es, der Zeugnis ablegt für Jesus
    Die Geisttaufe https://t.co/WV5xfMvdwZ— Heinz Josef Ernst (@ernesto4711) April 23, 2022 The post Der Geist ist es, der Zeugnis ablegt für Jesus first appeared on Leben im Feuer des Heiligen Geistes.

Russischer Angriff in Mariupol: Nichts wird geschont

Ukraine: Orthodoxe Gemeinden lösen sich von Moskau

Nordkorea: Dramatisch für Rückkehrer!

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

China: Kirchen unter permanentem Druck

Pakistan: Christliches Bekenntnis trotz Bedrängnis

Print Friendly, PDF & Email

Die Situation der bedrängten und verfolgten Christen in Pakistan war das Thema eines Vortrags am 04.02.2011 im Pfarrsaal Heilig Kreuz, Villingen. Walter Flick von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Frankfurt und Heinz Josef Ernst, Villingen, berichteten von ihrer gemeinsamen Reise im Oktober 2010. Veranstalter waren das katholische Bildungswerk Heilig Kreuz und die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Schwarzwald-Baar-Kreis. – Pakistan ist ein Land, das wegen der Taliban-Aktivitäten an der Grenze zu Afghanistan und auch wegen verschiedener Anschläge von Selbstmordattentätern als besonders gefährlich eingestuft wird. Anlass der Reise war eine Einladung des katholischen Bischofs von Faisalabad, Joseph Coutts, der ein umfangreiches Programm für seine Gäste organisiert hatte. Es gab Begenungen mit Priestern und kirchlichen Mitarbeitern, die im Bereich Gerechtigkeit und Frieden Bedrohten und Verfolgten beistehen; ebenso mit nichtkirchlichen Anwälten, die den Gästen ihre Klienten vorstellten, wie zum Beispiel Opfer des umstrittenen Blasphemiegesetzes. Diese bleiben trotz Freispruch in ständiger Lebensgefahr, gleichgültig, in welcher Stadt des Landes sie sich aufhalten; der einzige Ausweg ist oft nur der Asylantrag in einem anderen Land. – Auch gab es einen Empfang in einer Pfarrgemeinde, in der viele Häuser durch den starken Regen im August 2010 geschädigt waren. Walter Flick und Heinz Ernst konnten sich vor Ort davon überzeugen, dass die Spenden aus Deutschland zur Behebung der Flutschäden richtig ankamen. Dieser Ort (Issanagri) liegt außerhalb des überfluteten Gebietes, in dem zur Zeit immer noch vier Millionen Menschen obdachlos sind.

Ein anderes Problem ist die häufige Vergewaltigung (und manchmal auch Entführung) von christlichen Frauen und Mädchen. Dabei ist es gefährlich, eine Anzeige zu erstatten, da es sich bei den Tätern meist um Mitglieder aus angesehenen muslimischen Familien handelt (Pakistan mit seinen 170 Millionen Einwohnern ist zu 96 Prozent muslimisch; der Anteil der Christen beträgt 2,5 Prozent). Ein Mitarbeiter des Bischofs stellte ein vergewaltigtes 14-jährigen Mädchen (in Begleitung ihres Vaters) vor. Da dieser Anzeige erstattet hatte gab es Morddrohungen und die gesamte sechsköpfige Familie mußte versteckt und finanziell unterstützt werden.

Die pakistanischen Christen stehen immer wieder – auch öffentlich – zu ihrem christlichen Glauben, trotz mancherlei Bedrängnis und Aufforderungen, endlich muslimisch zu werden, Morddrohungen und gewalttätigen Übergriffen. Im August 2009 gab es einen regelrechten Pogrom auf Christen: Acht Personen verbrannten dabei in ihrem Haus und wurden im Gottesdienst als Märtyrer geehrt.

Dieses Ereignis führte dazu, dass muslimische Führer und die Beauftragten des Bischofs den Interreligiösen Dialog intensivierten, um zur De-Eskalation der angespannten Situation zwischen Muslimen und Christen beizutragen. Ein weiteres Thema war die Situation der Ziegeleiarbeiter. Diese werden ausgebeutet und müssen bei Temperaturen um 50° C arbeiten und leben in der Nähe ihres Arbeitsfeldes in menschenunwürdigen Verhältnissen. Es gibt keinerlei Infrastruktur – weder fließendes Wasser, sanitäre Anlagen, noch Elektrizität. – Zum Schluß gab es einige Beispiele zur konkreten Hilfe: Schreiben von Appellbriefen, finanzielle Unterstützung der IGFM-Projektarbeit, sowie das Gebet für die Bedrängten und Verfolgten. – Heinz Josef Ernst

Share

1 Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die türkische Regierung ist gefordert!

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Radio Horeb – Kirche in Not

RSS Vatican-News

  • Papst Franziskus: „Synodalität neu lernen“ 26. Mai 2022
    In einer Videobotschaft an die Päpstliche Lateinamerika-Kommission hat Papst Franziskus sein Verständnis von Synodalität nachgeschärft. In der Kirche miteinander unterwegs zu sein, erfordere „ein unabgeschlossenes Denken“, sagte der Papst in dem Video. Die Kirche im Westen müsse Synodalität neu lernen, Lateinamerika könne dabei helfen, weil es schon einen Schritt weiter sei. Alles lesen  
  • Stuttgart/Ukraine: Die Ukraine kämpft um ihr Überleben! 26. Mai 2022
    Der Krieg in der Ukraine könnte sich nach Einschätzung des Ukrainischen Weltkongresses noch lange hinziehen. Derzeit erlebe das Land starke Vorstöße russischer Truppen im Osten und Süden, sagte der Leiter des Büros für die Koordinierung humanitärer Initiativen des Weltkongresses, Andrij Waskowycz, am Donnerstag beim Katholikentag in Stuttgart. Alles lesen