Home » Blasphemiegesetz » IGFM: Shabaz Bhatti als Märtyrer anerkennen – Appell gegen Blasphemieurteile

RSS Leben im Feuer des Heiligen Geistes

  • Come Holy Spirit!
    The post Come Holy Spirit! first appeared on Leben im Feuer des Heiligen Geistes.
  • Der Geist ist es, der Zeugnis ablegt für Jesus
    Die Geisttaufe https://t.co/WV5xfMvdwZ— Heinz Josef Ernst (@ernesto4711) April 23, 2022 The post Der Geist ist es, der Zeugnis ablegt für Jesus first appeared on Leben im Feuer des Heiligen Geistes.

Russischer Angriff in Mariupol: Nichts wird geschont

Ukraine: Orthodoxe Gemeinden lösen sich von Moskau

Nordkorea: Dramatisch für Rückkehrer!

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

China: Kirchen unter permanentem Druck

IGFM: Shabaz Bhatti als Märtyrer anerkennen – Appell gegen Blasphemieurteile

Print Friendly, PDF & Email

Frankfurt am Main. Drei Jahre nach der Ermordung des pakistanischen Ministers für Minderheiten Shabaz Bhatti soll ihn die katholische Kirche als Märtyrer anerkennen. Das sei ihm die Kirche schuldig, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Weil er sich öffentlich für die im November 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilten Asia Bibi eingesetzt hatte, wurde er von seinem Leibwächter auf offener Straße ermordet. Gleichzeitig erinnert die IGFM an all diejenigen, die in Pakistan wegen angeblicher Blasphemie in Todeszellen auf eine Neuaufnahme ihrer Verfahren oder ihre Hinrichtung warten. Zum Tode sind sowohl Christen als auch Muslime verurteilt worden.

Shabaz Bhatti, überzeugter katholischer Christ, hatte sich öffentlich für die Revision des pakistanischen Blasphemiegesetzes eingesetzt. Zu oft wird der Vorwurf, den Koran oder den Propheten beleidigt zu haben, aus persönlicher Rache oder aus Habgier als Waffe gegen Konkurrenten und Andersgläubige eingesetzt. Für strenggläubige Muslime in Pakistan gilt bereits die Anklageerhebung wegen Blasphemie als Beweis der Schuld.

Die Christin Asia Bibi, Vorarbeiterin auf einem Landgut, war von anderen Mitarbeiterinnen aufgefordert worden, zum Islam überzutreten. Ein Disput um ein Trinkwassergefäß, das durch die Berührung durch die Christin angeblich unrein geworden sei, führte zur Anzeige wegen Blasphemie. Asia Bibi wurde im November 2010 als erste Frau zum Tode verurteilt und wartet in einem Frauengefängnis der Stadt Multan bisher vergeblich auf die Aufhebung des Urteils durch das oberste Provinzgericht in Lahore.

Auch der bereits im Juli 2002 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilte (vermutlich geistesgestörte) Christ Anwar Kenneth, inhaftiert im Männergefängnis von Multan, wurde bisher nicht freigesprochen. Auch Muslime sind Opfer des berüchtigten Gesetzes: Am 22. Januar 2014 erging in Rawalpindi ein Todesurteil wegen Blasphemie gegen den kranken Mohammad Asghar, einem 67jährigen Rentner britischer Staatsangehörigkeit.

Anlässlich des 3. Todestages von Shabaz Bhatti am 2. März bittet die IGFM im Sinne Bhattis den Staatspräsidenten Mamnoon Hussain um umgehende Intervention gegen die bestehenden Blasphemie-Todesurteile, um den Schutz der von Extremisten bedrohten Verurteilten und den Mut zur Revision des Gesetzes.
Die IGFM wendet sich aber auch an Papst Franziskus und erinnert an die bereits im März 2012 von der pakistanischen Bischofskonferenz geforderte Anerkennung des Katholiken Shabaz Bhatti als christlichen Märtyrer der Menschenrechte, insbesondere der Religionsfreiheit. Asia Bibi, für deren Freilassung zu sterben Minister Bhatti nach eigenen Worten bereit war, hat Anfang des Jahres einen bewegenden Brief aus ihrer Todeszelle heraus an Papst Franziskus geschrieben.

Aktuell berichtet Radio Vatikan: Das Oberste Gericht in Lahore hat den Start des Prozesses verschoben, bei dem Asia Bibi gegen ihr Todesurteil in die Berufung zieht. Die Christin, eine Mutter von fünf Kindern, sitzt seit 2009 im Gefängnis, weil sie den islamischen Propheten Mohammed beleidigt haben soll. Nach Angaben von Mobeen Shahid, Dozent für Islamisches Denken an der Päpstlichen Lateranuniversität, wurde Asia Bibi in ein Gefängnis im Süden des Landes verlegt; damit sei es für ihre Familie „sehr schwer geworden, sie zu erreichen“. Die Gefangene stehe „unter enormem Stress“ und werde „von ihren Mitgefangenen bedroht“. (rv)

Anmerkung: Die Verschiebung kann wohl in Zusammenhang mit dem aktuellen Anschlag auf ein Gericht in Islamabad gesehen werden: Die Richter haben Angst. Bei dem Anschlag in Islamabad wurde ein Richter getötet, der sich durch seine Urteile bei Islamisten unbeliebt gemacht hat.

Share

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die türkische Regierung ist gefordert!

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Radio Horeb – Kirche in Not

RSS Vatican-News

  • Papst Franziskus: „Synodalität neu lernen“ 26. Mai 2022
    In einer Videobotschaft an die Päpstliche Lateinamerika-Kommission hat Papst Franziskus sein Verständnis von Synodalität nachgeschärft. In der Kirche miteinander unterwegs zu sein, erfordere „ein unabgeschlossenes Denken“, sagte der Papst in dem Video. Die Kirche im Westen müsse Synodalität neu lernen, Lateinamerika könne dabei helfen, weil es schon einen Schritt weiter sei. Alles lesen  
  • Stuttgart/Ukraine: Die Ukraine kämpft um ihr Überleben! 26. Mai 2022
    Der Krieg in der Ukraine könnte sich nach Einschätzung des Ukrainischen Weltkongresses noch lange hinziehen. Derzeit erlebe das Land starke Vorstöße russischer Truppen im Osten und Süden, sagte der Leiter des Büros für die Koordinierung humanitärer Initiativen des Weltkongresses, Andrij Waskowycz, am Donnerstag beim Katholikentag in Stuttgart. Alles lesen