Home » Verfolgte Christen » Gebetsaufruf für die Christen im Iran

Bericht vom Kongress ‘Christenverfolgung’

Nordkorea: Dramatisch für Rückkehrer!

RSS Stefan Oster SDB

  • Sich von Jesus erschüttern lassen – Die Predigt zum 1. Advent 29. November 2021
    Über das Warten und das Kommen des Herrn in unser Leben. Hier zum Nachhören und Downloaden oder zum Nachsehen.   Der Beitrag Sich von Jesus erschüttern lassen – Die Predigt zum 1. Advent erschien zuerst auf Stefan Oster SDB.
    Bischof Stefan Oster SDB
  • BnP: Gesetz und/oder Herz? Feuer und Schwert III 29. November 2021
    Beim letzten Treffen von Believe and Pray ging es um den Streit zwischen Petrus und Pauls – und um das sehr grundsätzliche Verhältnis von Gesetz und Herz oder auch von Außen und Innen in religiösen Vollzügen. Hier zum Nachhören oder ... Der Beitrag BnP: Gesetz und/oder Herz? Feuer und Schwert III erschien zuerst auf Stefan […]
    Bischof Stefan Oster SDB

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

China: Kirchen unter permanentem Druck

Gebetsaufruf für die Christen im Iran

Print Friendly, PDF & Email

Das weltweite katholische Hilfswerk “Kirche in Not” ruft anlässlich der Präsidentschaftswahlen im Iran am 12. Juni zum Gebet für die dort lebenden Christen auf. “Kirche in Not” erinnert daran, dass der Iran immer noch eines der Länder der Erde mit der geringsten Religionsfreiheit sei. Erst im September 2008 habe das iranische Parlament eine weitere Verschärfung der Gesetzgebung gegen die Religionsfreiheit auf den Weg gebracht. Das geplante neue Gesetz würde die Todesstrafe für den Glaubensabfall vom Islam erstmals auch gesetzlich festlegen. Bisher habe ein Glaubenswechsel für Muslime vor allem eine schwere soziale Ächtung bis hin zu Morddrohungen und Gewaltanwendung von Familienmitgliedern zur Folge gehabt. Mit diesem neuen Vorstoß würde diese bereits von offiziellen Stellen geduldete und von der Scharia gerechtfertigte Selbstjustiz nun auch von staatlicher Seite rechtlich abgesichert, fürchtet “Kirche in Not”.

In der Regierungszeit von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sei auch die Zensur im Iran nach Beobachtung des Hilfswerks weiter verschärft worden.

Ahmadinedschad habe vermehrt radikale religiöse Vorstellungen verbreitet und entsprechendes Personal in den Staatsdienst eingeschleust. Der Präsident sei auch mit einer so genannten “Kampagne gegen die Unmoral” massiv gegen Internetnutzer und das Satellitenfernsehen im Land vorgegangen, so “Kirche in Not”.

In der theokratischen Staatsform des Iran würden der schiitische Islam und der Staat als eine Einheit gesehen. Artikel 4 der iranischen Verfassung lege nach Aussage des Hilfswerks fest, dass sämtliche Gesetze und Richtlinien des Landes auf islamischen Grundsätzen basieren müssten.

Nur drei religiöse Minderheiten, nämlich Christen, Juden und Zoroastrier, seien durch Artikel 13 der Verfassung offiziell anerkannt.

Andere Minderheiten würden nach Information von “Kirche in Not” oft gewaltsam diskriminiert. Doch auch anerkannte Minderheiten gelten nach Angaben des Hilfswerks im Iran lediglich als so genannte “Dhimmi” – aus islamischer Sicht handle es sich dabei um unter einem gewissen staatlichen Schutz stehende “Bürger zweiter Klasse”.

 Der Iran habe zwar den UN-Zivilpakt (UCCPR) unterzeichnet, der die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiere, doch das Land lege diese Freiheit aus einer rein schiitisch-islamischen Sicht aus.

Deutlich werde das zum Beispiel an den Möglichkeiten für die Präsenz der katholischen Kirche im Iran. Sowohl die Ostkirchen als auch die römisch-katholische Kirche genießen im Iran nach Informationen von “Kirche in Not” zwar im Vergleich zu anderen Religionen ein gewisses Maß an Religionsfreiheit, diese lasse sich aber nicht mit westlichen Maßstäben vergleichen. So seien Kirchenräume vorhanden, in denen katholische Gläubige sich versammeln und Gottesdienste feiern könnten.

In der Öffentlichkeit seien ihnen aber die Ausübung, Zeichen oder Handlungen ihres Glaubens verboten, Missionierungsversuche stünden unter Strafe*. Zwar rühme sich Präsident Ahmadinedschad damit, dass die christliche Minderheit “gleiche Rechte genieße”, doch tatsächlich seien die Christengemeinschaften inzwischen in Ghettos abgedrängt und zu ethnischen Minderheiten reduziert worden, beklagt “Kirche in Not”. Diese schwierige soziale Lage habe auch zur Folge, dass viele iranische Christen das Land verlassen, da sie zunehmend weniger Möglichkeiten haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen und einer Arbeit nachzugehen.

*aktuell sind zwei junge Iranerinnen, die Bibeln verteilt haben, durch die Todesstrafe bedroht!

Der römisch-katholischen Kirche selber gehören nach Angaben von “Kirche in Not” überwiegend in Teheran lebende Ausländer an. Die enge Verbindung zwischen der Kirche und den ausländischen Botschaften liefere die rechtliche Existenzgrundlage und ermögliche es der Kirche, ihre Gotteshäuser offen zu halten. Meist sei auch die Polizei bei kirchlichen Veranstaltungen anwesend. Offiziell, um die christlichen Gotteshäuser zu schützen, doch in der Praxis hindere sie all jene an der Teilnahme, die nicht als “rechtmäßige Christen” anerkannt seien, so “Kirche in Not”.

Das weltweite katholische Hilfswerk “Kirche in Not” ist direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt und unterstützt den Glauben dort, wo die Seelsorge schwierig ist oder Christen verfolgt und unterdrückt werden.

 

Share

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die türkische Regierung ist gefordert!

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Vatican-News

  • Türkei: Kirchen zu verkaufen 30. November 2021
    In ihrer akuten Finanzkrise beginnt die Türkei, christliche Gotteshäuser aus dem Besitz anerkannter kirchlicher Gemeinden zum Verkauf anzubieten. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage des armenisch-orthodoxen Abgeordneten Garo Payan an Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy hervor. Alles lesen  
  • DR Kongo: Kirche verlässt nach Konflikt interreligiöse Plattform 30. November 2021
    Im Kongo hat die katholische Bischofskonferenz bekanntgegeben, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten vorerst nicht mehr an einer nationalen interreligiösen Plattform teilzunehmen. Grund dafür sei die Wahl von Denis Kadima zum Präsidenten der Wahlkommission (Ceni). Alles lesen