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Nigeria: Neue Gewalt gegen Christen

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Rom. Radio Vatikan berichtet, dass es im Nordosten des Landes zu neuen Gewaltexzessen gegen Christen gekommen ist. Der Generalvikar der Diözese Enugu, Obiora Ike, habe sich mit einem Hilferuf an CSI-Österreich gewandt. Laut dem Kirchenvertreter setzt eine radikale Gruppierung namens „Boko Haram“ („Bildung ist Sünde“) ihre Angriffe auf Christen fort. Es herrsche Chaos, unschuldige Bürger würden ermordet oder verwundet. Zentrum der Gewaltausbrüche sei die rund 1,2 Millionen Einwohner zählende Stadt Maiduguri. – Quelle: „Christian Solidarity International-Österreich“ (CSI) am Samstag, 11.12.2010

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Kann Erziehung Sünde sein?

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Ja, behauptet die islamistische Sekte “Boko Haram” (= Erziehung ist Sünde) in Nigeria. Wie Prälat Obiora Ike in einem Gespräch mit dem Hilfswerk Kirche in Not erklärte, seien die Islamisten bisher ausschließlich gegen Christen vorgegangen. Nun hätten sich neue radikale Gruppen gebildet, die gegen “alles Westliche”  und auch gegen andere Muslime vorgingen. Es handle sich um eine große Bewegung, die sich rasch im ganzen Land ausbreite. Sie halte Schulen und Universitäten für “westlich dekadent” und ginge daher auch gegen muslimische Bildungseinrichtungen vor. In den vergangenen Tagen hätten die Islamisten in den nordöstlichen und östlichen Bundesstaaten Bauchi, Yobe, Adamawa und Borno insgesamt 210 Menschen ermordet. Prälat Ike fürchtet nun, dass die Unruhen auch auf den dicht besiedelten Bundesstaat Kano mit seinen zwölf Millionen Einwohnern im Norden Nigerias übergreifen könnten. Dies könnte einen Flächenbrand mit unübersehbaren Auswirkungen zur Folge haben.

Obiora Ike ruft die westlichen Regierungen dazu auf, Nigeria beim Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen und endlich die versprochenen Hilfsmaßnahmen für Bildung und gegen Armut einzusetzen. Fehlende Bildung und Armut seien die Hauptursache der aktuellen Gewalt.

Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Christen in Nigeria. Am Ostersonntag hatten Muslime drei Kirchen niedergebrannt und über dreissig Christen verletzt. Quelle: Kirche in Not

In diesem Zusammenhang sei die aktuelle Pressemitteilung erwähnt, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Ende August 09 nach Nigeria reist. Er wolle sich dort für den christlich – muslimischen Dialog einsetzen und auch seine Solidarität mit den Christen in Nigeria zum Ausdruck bringen. “Es gibt Landesteile, wo Christen benachteiligt, ja sogar verfolgt werden”, so Zollitsch. Quelle: Konradsblatt Nr. 30/09

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