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Eritrea – Christen ins Militärgefängnis verlegt

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(ASMARA, Open Doors, 30. April 2009) – 27 gefangene Christen sind im ostafrikanischen Eritrea in das Militärgefängnis Mitire im Nordosten des Landes verlegt worden. Die Christen wurden bislang in einer Polizeistation in der Hauptstadt Asmara festgehalten. Unter den Gefangenen sind auch Pastor Oqbamichel (Kale-Hiwot Church), Pastor Habtom Twelde, Pastor Jorjo und Berhane Araia (alle Full Gospel Church) sowie die Christen Tesfagaber (Church of the Living God) und Hanibal (Church of the Living God,) und Michel Aymote (Philadelphia Church). In Mitire sitzen viele religiöse Gefangene; unter anderem Christen, die sich keiner staatlich erlaubten – und damit kontrollierten – Kirche anschließen wollen.

Seit Monaten kein Einkommen
Inzwischen hat die Blockade von Gemeindekonten der Eritreisch-Orthodoxen Kirche (EOC) durch die Regierung zu Gehaltsrückständen geführt. Einige Gemeinden hatten sich geweigert, dem EOC-Hauptverwalter, Yoftahe Dimetros, die Vollmacht über ihre Konten zu geben. Sie würden damit von der Regierung kontrolliert werden. Dimetros wurde im August 2005 – entgegen orthodoxem Kirchenrecht – von der Regierung eingesetzt, nachdem der Patriarch Abune Antonius unter Hausarrest gestellt und aller seiner Kirchenämter enthoben wurde. Antonius hatte gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten protestiert. Mitglieder betroffener Gemeinden, darunter Lehrer und Kindergartenmitarbeiter haben seit zwei Monaten kein Gehalt erhalten. Die Regierung von Eritrea verstärkte in der Vergangenheit die staatliche Kontrolle der orthodoxen Kirche. Untersagt wurde die eigene Verwendung der Kirchengelder. Im Dezember 2006 ordnete die Regierung an, alle in der orthodoxen Kirche gesammelten Spenden mit sofortiger Wirkung auf ein Konto der Regierung einzuzahlen. Die monatlichen Gehälter für alle Geistlichen werden von dem von der Regierung kontrolliertem Konto bezahlt.

Hintergrund:
Von den über vier Millionen Einwohnern Eritreas sind rund 52 Prozent Christen, darunter ein Prozent Protestanten/Evangelikale, vier Prozent Katholiken und 47 Prozent Orthodoxe. 47 Prozent sind Muslime. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen. Laut Angaben von Kirchenleitern aus Eritrea sollen derzeit noch über 2.800 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt sein. Viele sitzen seit Monaten oder Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Auf dem Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes belegt Eritrea Platz 9 der Liste der Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden. (www.opendoors-de.org)

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