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Religionsfreiheit weltweit bedroht

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Im Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit 2017, herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird das Recht zum Glaubenswechsel als unverzichtbarer Bestandteil der Religionsfreiheit hervorgehoben. Welche Konsequenz eine Konversion oft hat, wird am Beispiel des 37jährigen Tunesiers Tarek deutlich. Er selbst sagt: „Drei Jahre habe ich im Verborgenen die Bibel gelesen und gebetet. Am christlichen Glauben ist mir die grenzenlose Nächstenliebe wichtig, die ich im Islam nicht fand. Dann erfuhr mein Vater davon und das Unglück nahm seinen Lauf. Ich wurde in der muslimischen Gemeinde beschimpft und nach Morddrohungen bin ich geflohen.“ Tarek hat in Deutschland einen Glaubenskurs belegt und sich in einer evangelischen Gemeinde taufen lassen. Eine Rückkehr nach Tunesien ist für ihn lebensgefährlich.
Warum verfolgten und bedrängten Christen helfen? Die Antwort lautet: „Ihnen schulden wir als Geschwister im Glauben unsere aktive Unterstützung. Mit ihnen sind wir durch Gottesdienst und gemeinsames Gebet verbunden.“ Beim praktischen Einsatz für Betroffene aus verschiedenen Ländern hat sich immer wieder auch die Kraft der Fürbitte gezeigt. Die Erfahrung zeigt, dass auch öffentliches Eintreten den Betroffenen helfen kann. So auch durch die Aktion „Gefangene des Monats“ der evangelischen Nachrichtenagentur idea und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Für die monatlichen Gefangenen wird jeweils ein vorbereiteter Appellbrief bereitgestellt, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen und an die jeweilige Botschaft in Berlin zu senden ist. Die Appellbriefe stehen im Vorraum der Heilig-Kreuz-Kirche zur Verfügung und können auch unter https://www.religionsfreiheit-igfm.info heruntergeladen werden, ebenso wie auch der Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit. – Die Situation der bedrängten Christen in China kam auch beim Vortrag des Bildungswerkes Heilig Kreuz Ende November 2017 zur Sprache; besonders sind dort nicht registrierte Hauskirchen von staatlicher Pression betroffen. Viele ihrer Mitglieder fliehen vor Verhaftung und Folter – auch nach Deutschland. – Heinz Josef Ernst

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