Home » Weltmission » Priester & Schwestern

China: Lage für Christen verschlechtert sich

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

Priester & Schwestern

Print Friendly, PDF & Email

Die finanzielle Förderung der Ausbildung von Priestern und Schwestern in Afrika, Asien und Ozeanien ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit für die Weltmission.

Aktuell sind es ein Priester und zwei Schwestern aus Indien, die wir hier vorstellen. Der Priester, der Anfang 2010 geweiht wurde, heißt Olive Kashmir Tete aus der Diözese Rourkela, Indien.

Liebe Mitchristen, Grüße der Liebe, des Friedens und der Freude von Diakon Olive Kashmir Tete, im vierten Jahr des Theologiestudiums in Ranchi. Ich bin bei guter geistiger wie körperlicher Gesundheit und mein Theologiestudium kommt, auch dank Ihrer Gebete und Ihrer Unterstützung, gut voran. Ich hoffe und bete, dass auch Sie bei guter Gesundheit sind und Ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen können.

Nun habe ich beinahe das Ende meines Seminarlebens erreicht. Daher schreibe ich diesen Brief an Sie mit dankbarem Herzen. Zuerst einmal bin ich glücklich, mich Ihnen vorstellen zu können. Ich bin Diakon Olive Kashmir Tete, Sohn von Mr. Theophil Tete und seiner Frau Albina Tete aus der Ortschaft Kunjam im Distrikt Sundargarh, Bundestaat Orissa. Mein Vater ist von Beruf Bauer und meine Mutter ist Hausfrau. Ich habe noch einen Bruder und eine Schwester. Ich bin der älteste Sohn, danach folgen Schwester und Bruder. Ich habe mich entschlossen Priester zu werden für die Diözese Rourkela; das entspricht dem zivilen Distrikt von Sundargarh, Orissa. Meine säkularen und religiösen Studien habe ich bereits abgeschlossen. Zurzeit besuche ich einen pastoralen Kursus, der im November 2009 zu Ende gehen wird. Demzufolge werde ich meine Ausbildungszeit am Seminar noch in diesem Jahr 2009 abschließen.

Ich bin sehr glücklich, Ihnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen zu können für die Hilfe und Unterstützung, die Sie mir gewährt haben. Ich erkenne dies an und danke Ihnen für die großen Opfer, die Sie erbracht haben, um mich finanziell zu unterstützen bei meiner Priesterausbildung. Durch Ihre Gebete und Unterstützung bin ich so weit gekommen. Möge Gott Ihnen in Ihrem Leben Friede und Freude schenken. Er gebe Ihnen gute Gesundheit und inspiriere Sie auch weiterhin, freigebig und mildtätig gegenüber denen zu sein, die in Not sind.

Den Regeln meiner Diözese entsprechend, werde ich zu Beginn des Jahres 2010 die Priesterweihe empfangen. Daher bitte ich Sie herzlich, mir auch weiterhin Ihre finanzielle Hilfe und Unterstützung für meine Priesterweihe zu gewähren. Ich werde mich täglich Ihrer erinnern und für Sie beten, besonders während meiner ersten heiligen Messe. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einmal meine Dankbarkeit ausdrücken, für all das, was Sie für mich getan habe, um an den Altar Gottes treten zu können.

Ich verbleibe in großer Dankbarkeit. Vielen Dank! Ihr Sohn in Jesus Christus Olive KashmirTete

Die im März 2010 in die Förderung aufgenommene Schwester heißt Bency und gehört der „Congregation of Sisters of Jesus“ in Bhopal/Indien an:

„Lieber Mitchrist, liebevolle Grüße sendet Ihnen Schwester Bency. Wie geht es Ihnen? Ich hoffe, dass es Ihnen durch die Gnade Gottes gut geht. Am 29. November des Jahres 1983 wurde ich in Wadakanchery im Bundesstaat Kerala geboren. Meine Eltern sind Bauern. Ich komme aus der Kirche „Fathima Matha“ in Sarithapuram im Bundesstaat Kerala. Daheim sind wir nur vier Familienmitglieder. Ich habe lediglich einen jüngeren Bruder. Wir sind alle sehr andächtig und in der Pfarrgemeindearbeit aktiv beteiligt. In der Familie meiner Eltern gibt es zwei Nonnen, einen Priester und einen Ordensbruder.

Zur Geschichte meiner Ordensberufung. Seit meiner Kindheit hatte ich den großartigen Wunsch, eine Nonne zu werden und diese Inspiration empfing ich von der Schwester meiner Mutter, die vor drei Jahren verstarb, jedoch mochte ich mich nicht dem Orden anschließen, dem sie angehörte. Nach meinem weiterführenden Schulabschluss hatte sich mein Bruder für die Diözese Sogar zum Priesterseminar nach Kuttur begeben.

Eines Tages machte ich mich mit meinen Eltern auf den Weg, um ihn zu treffen. Er führte uns in die unmittelbare Nähe eines Nonnenklosters. Als die Schwestern mich sahen, erzählte mir eine, dass ich mich als Schwester ihrer Ordensgemeinschaft anschließen sollte. Obwohl ich zu jener Zeit den Wunsch hegte, eine Ordensschwester zu werden, lehnte ich dies ab, denn ich wollte mich weitergehend fortbilden und mich um meine Eltern kümmern. Ich sagte ihnen, falls ich zukünftig eine Ordensschwester werden wolle, würde ich mich nur ihrer Ordensgemeinschaft anschließen, die eine missionarische Ordensgemeinschaft darstellt. Doch zu jener Zeit dachte ich, dass ich keine Schwes­ter sein könnte, denn ich besaß nicht genügen Qualitäten, um eine Nonne zu werden. Dieser Gedanke brachte mich dazu, daran zu denken, daheim zu bleiben. Aber ich war ruhelos und nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Ich begab mich zum Einkehrzentrum „Jerusalem“ nach Thalore und nahm dort an Einkehrtagen teil. Während dieser Tage hörte ich eine Stimme „Ich sende dich“ sagen. Diesen Ruf in meinem Inneren hörend, fällte ich die Entscheidung, mich der Ordensgemeinschaft anzuschließen. Nach den Einkehrtagen teilte ich meinen Eltern meine Entscheidung mit. Meine Eltern und Verwandten wollten mich abhalten. Sie waren alle gegen mich, aber dieses Mal besaß ich die Stärke, dem entgegenzutreten. Daraufhin ging ich zum Pfarr­gemeindepriester und erzählte ihm von meiner Berufung. Auch er hielt mich ab, sagte, dass meine Eltern alleine sein werden. Später sagte er jedoch „Falls Gott dich berufen hat, kann dich nichts aufhalten.“ Nach dem Empfang seiner Segnungen machte ich einen Telefonanruf zur Ordensgemeinschaft in Kuttur, setzte die Schwestern von meinem Wunsch in Kenntnis, eine Schwester ihres Ordens werden zu wollen. Sie waren sehr erfreut mich aufzunehmen. Zwei Schwestern kamen zu mir nach Hause und luden mich für einen fünftägigen Aufenthalt bei ihnen ein, denn die Berufungsveranstaltung war schon vorbei und die Kandidatinnen hatten bereits ihren Ausbildungsort Madhya Pradesh erreicht. Nach einer Woche schloss auch ich mich ihnen an und am 12. Oktober des Jahres 2005 sagte ich mein „Ja“ zur göttlichen Berufung.

Ich besitze einen akademischen Abschluss und eine Ausbildung in Sozialarbeit. Zukünftig würde ich gerne eine gute Sozialarbeiterin werden. Ich bin sehr glücklich, ein Mitglied der „Inter Congregational Juniorate“ Familie zu sein. Während dieser Zeit erhalte ich viele Kenntnisse in verschiedenen Fächern wie Eucharistie, Propheten und vielem mehr. Dieser Lehrgang hilft mir auf spiritueller, physischer und soziopsyschologischer Ebene zu wachsen. Ich bin sehr glücklich, an solch einem gut ausgerichteten Lehrgang während meines Junioratszeit teilzunehmen. So bin ich mir sicher, dass dieser Lehrgang mir helfen wird, alle Herausforderungen in meinem Ordensleben anzunehmen. Ich ergreife diese Gelegenheit, Ihnen für Ihre gebetsreiche Unterstützung und finan­zielle Hilfe hinsichtlich meiner Ausbildung meinen herzerfüllten Dank auszudrücken. Möge Gott Sie Ihr Leben hindurch segnen. Mit viel Liebe und Gebeten verbleibe ich, Hochachtungsvoll, Schwester Bency“

Bereits abgeschlossen ist die Unterstützung für Sr. Anjali Bhopal/lndien, Srs. of St. Joseph of St. Marc:

Liebe Mitglieder des Missionsausschusses, liebevolle Grüße sendet Ihnen Schwester Anjali. Wie geht es Ihnen? Ich hoffe, dass es Ihnen durch die Gnade des allmächtigen Gottes gut geht. Am 25. Dezember des Jahres 1981 wurde ich in Angamaly im Bundesstaat Kerala geboren. Meine Eltern sind Bauern. Ich habe eine Schwester und zwei Brüder.

Zur Geschichte meiner Ordensberufung. Ich empfing meine Berufung, als ich mich im elften Schuljahr befand. Meine Kusine, die sich im gleichen Orden befindet, inspirierte mich. Ich hatte immer den Wunsch, für arme Menschen zu arbeiten. Als meine Kusine einmal auf Heimaturlaub kam, sprach sie mit mir über das Leben armer Menschen in den Missionsgebieten. Außerdem erzählte sie mir von ihrer Arbeit. Bevor sie mein Zuhause verließ, sagte sie, ich spüre dass du eine Berufung zum Ordensleben besitzt, aber bete erst mal ernsthaft, bevor du eine Entscheidung triffst. Nach Abschluss des zwölften Schuljahrs war es für mich Zeit, mich für einen Lebensweg zu entscheiden. Ich betete und war beflügelt, mich dem Ordensleben anzuschließen. Ich besitze eine Ausbildung zur Lehrerin. Zukünftig möchte ich gerne eine gute Lehrerin sein.

Ich bin sehr privilegiert, ein Mitglied der Jnter Congregational Juniorate“ Familie zu sein. Während dieser Zeit erhalte ich weitere Kenntnisse in verschiedenen Lehrfächern wie Persönlichkeitsentwicklung, Sozialanalyse, Christologie, Einführung in die Heilige Schrift, Sakramente, Evangelien und Eucharistie. Diese Lehrveranstaltungen helfen mir spirituell, physisch und auf soziopsychologischem Niveau zu wachsen. Ich bin sehr glücklich, an einem solch gut ausgerichteten Kurs während meines Juniorats teilzunehmen. So bin ich mir sicher, dass dieser Lehrgang mir hilft, alle Herausforderungen meines Ordenslebens zu bestehen. Ich ergreife diese Gelegenheit, meinen herzerfüllten Dank für Ihre gebetsreiche Unterstützung und finanzielle Hilfe hinsichtlich meiner Ausbildung zum Ausdruck zu bringen. Möge Gott Sie reichlich segnen.

Mit Liebe und Gebeten verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Schwester Anjali

Share

Leave a comment

RSS Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit

  • China: Hauskirchen-Pastor wegen Mission im Gefängnis 1. Mai 2018
    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Mai“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den chinesischen Christen John Sanqiang Cao benannt. Seit 5. März vorigen Jahres befindet sich der prominente Pastor einer Hauskirche in Haft, zurzeit im Menglian Landesgefängnis. In diesem März verurteilte ihn ein Gericht als angeblichen Drahtzieher […]
    Ernesto

Freiheit für Asia Bibi!

RSS Stefan Oster SDB

  • Wie wird man ein guter Arzt? Und wie ein Christ? Pfingstpredigt 2018
    Hier der Link zur Pfingstpredigt am gestrigen Sonntag im Hohen Dom zu Passau. Der Beitrag Wie wird man ein guter Arzt? Und wie ein Christ? Pfingstpredigt 2018 erschien zuerst auf Stefan Oster SDB.
  • Sag, wie hältst Du es mit dem Kreuz? Und mit Markus Söder?
    Kürzlich bin ich auf einen Artikel gestoßen, der mir immer noch zu denken gibt: Unter einem Link, den ich unten angefügt habe, kommen 13 große Vordenker, Erfinder und Pioniere des Internet und der Social-Media-Welt zu Wort. Mit einem brutalen, sehr ernüchternden Fazit, das da sinngemäß lautet: ... Der Beitrag Sag, wie hältst Du es mit dem Kreuz? Und mit Markus Söder? […]