Home » Weltmission » Warum Mission?

Zum dritten Mal auf der Flucht…

RSS Stefan Oster SDB

  • Armut als Reichtum – von der gekreuzigten Liebe
    Zweiter Teil zur Bergpredigt am vergangenen Sonntag – und ein Inhalt, der für mein persönliches Glaubensleben unglaublich zentral ist – und ich glaube ich für ein tieferes Verstehen des Evangeliums generell. Unten zum Nachhören oder Downloaden und hier die zugehörigen Folien. Der Beitrag Armut als Reichtum – von der gekreuzigten Liebe erschien zuerst auf Stefan Oster […]
  • Was der FC Bayern mit Religionslehrern zu tun hat….
    Predigt bei der Verleihung der Missio Canonica an Religionslehrer/Innen am Gymnasium. Der Beitrag Was der FC Bayern mit Religionslehrern zu tun hat…. erschien zuerst auf Stefan Oster SDB.

Irak: Weiter Gefahr für Christen

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

Warum Mission?

Print Friendly, PDF & Email

Über die fortdauernde Gültigkeit des missionarischen Auftrags der Kirche schrieb Johannes Paul II in der Enzyklika „Redemptoris Missio“ vom 7. 12. 1990. Hier ein Auszug:

»Wir können nicht schweigen« (Apg 4, 20)

Was ist nun bezüglich der schon erwähnten Einwende gegen die Mission ad gentes zu sagen? Bei aller Achtung für andere Überzeugungen und andere Auffassungen müssen wir vor allem, ohne Überheblichkeit, unseren Glauben an Christus,den alleinigen Erlöser der Menschen, zum Ausdruck bringen; den Glauben, den wir ohne irgendein Verdienst unsererseits von oben empfangen haben. Wir sagen mit Paulus: »Ich schäme mich des Evangeliums nicht: es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt« (Röm 1, 16). Die christlichen Glaubenszeugen aller Zeiten – auch unserer Zeit – gaben und geben ihr Leben, um diesen Glauben vor den Menschen zu bekennen, aus der Überzeugung heraus, dass jeder Mensch Jesus Christus braucht, der die Sünde und den Tod besiegt und die Menschen mit Gott versöhnt hat.

Christus hat sich als Sohn Gottes bezeichnet, der in enger Verbindung mit dem Vater als solcher von den Jüngern anerkannt wurde und sein Wort durch Wunder und durch die Auferstehung von den Toten als wahr erwiesen hat. Die Kirche bietet den Menschen das Evangelium an, ein prophetisches Dokument, das Antworten gibt auf die Fragen und Anliegen des Menschenherzens und immer »gute Nachricht« ist. Die Kirche kann nicht davon Abstand nehmen zu verkünden, dass Jesus gekommen ist, um das Antlitz Gottes zu offenbaren und durch Kreuz und Auferstehung für alle Menschen das Heil zu verdienen.

Auf die Frage warum Mission? antworten wir mit dem Glauben und der Erfahrung der Kirche: sich der Liebe Christi öffnen bedeutet wahre Befreiung. In ihm, und in ihm allein, werden wir befreit von jeder Entfremdung und Verirrung, von der Sklaverei, die uns der Macht der Sünde und des Todes unterwirft. Christus ist wahrhaft »unser Friede« (Eph 2, 14), und »die Liebe Christi drängt uns« (2 Kor 5,14), die unserem Leben Sinn und Freude gibt. Die Mission ist eine Frage des Glaubens, sie ist ein unbestechlicher Gradmesser unseres Glaubens an Christus und seine Liebe zu uns.

Die Versuchung heute besteht darin, das Christentum auf eine rein menschliche Weisheit zu reduzieren, gleichsam als Lehre des guten Lebens. In einer stark säkularisierten Welt ist »nach und nach eine Säkularisierung des Heiles« eingetreten, für die man gewiss zugunsten des Menschen kämpft, aber eines Menschen, der halbiert und allein auf die horizontale Dimension beschränkt ist. Wir unsererseits wissen, dass Jesus gekommen ist, um das umfassende Heil zu bringen, das den ganzen Menschen und alle Menschen erfassen soll, um die wunderbaren Horizonte der göttlichen Kindschaft zu erschließen.

Warum Mission? Weil uns, wie dem heiligen Paulus, »die Gnade geschenkt wurde, den Heiden den unergründlichen Reichtum Christi zu verkündigen« (Eph 3, 8). Das neue Leben in ihm ist die »gute Nachricht« für den Menschen aller Zeiten: alle Menschen sind dazu gerufen und dazu bestimmt. Alle suchen es in der Tat, wenn auch manchmal verschwommen, und haben das Recht, die Bedeutung eines solchen Geschenkes kennenzulernen und es zu erlangen. Die Kirche, und in ihr jeder Christ, kann dieses neue Leben und dessen Reichtum weder verbergen noch für sich allein zurückhalten, da dies alles von der göttlichen Güte gegeben wurde, um allen Menschen mitgeteilt zu werden.

Über den äußeren Auftrag des Herrn hinaus steht zugunsten der Mission auch das tiefe Bedürfnis des Lebens Gottes in uns. Jene, die in die katholische Kirche eingegliedert sind, können sich als bevorzugt empfinden, sind deswegen aber gleichzeitig um so mehr verpflichtet, den Glauben und das christliche Leben zu bezeugen als Dienst an den Brüdern und schuldige Antwort an Gott, eingedenk dessen, »dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil.«

Share

Leave a comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die türkische Regierung ist gefordert!

RSS Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit

  • China: Seit einem Jahr wegen christlicher Schriften hinter Gittern 26. Dezember 2019
    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den Gemeindeleiter Qin Defu aus China benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Inhaftierten einzusetzen und zu beten. Der Vater von vier Adoptivkindern wurde am 29. November zu vier Jahren Gefängnis wegen „illegaler Geschäftstätigkeit“ […]
    Ernesto

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Radio Horeb – Kirche in Not

RSS Vatican-News

  • „Priesterväter sollen nicht in jedem Fall suspendiert werden“ 28. Januar 2020
    Wenn Priester Kinder haben, sollen sie nicht in jedem Fall automatisch von ihrem Amt suspendiert werden. Vielmehr komme es auf das Alter der Kinder und ihre Lebenssituation an, bestätigte die vatikanische Kleruskongregation dem Betroffenenverband „Coping International“ bereits am vergangenen Freitag in einer E-Mail.
  • Vatikan: Deutscher leitet Institut für Christliche Archäologie 27. Januar 2020
    Stefan Heid, Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, ist neuer Rektor des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie. Er löst dort Danilo Mazzoleni ab, der seit 2013 im Amt war.