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Bischofskonferenz verurteilt Christenverfolgung

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Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat die Verfolgung von Christen im Ausland verurteilt. „Auch in unseren Tagen ist es an vielen Orten gefährlich und mit einem hohen Preis verbunden, sich zum Christentum und seinen Werten zu bekennen“, sagte Ludwig Schick als Vorsitzender der DBK-Kommission Weltkirche in Fulda. Christen würden in einigen Erdteilen immer wieder bedrängt und gefährdet. Besonders heftig seien die Auseinandersetzungen zuletzt in Indien gewesen. „Christen sind dort im Visier gewaltbereiter Hindu- Fundamentalisten, die sich gegen alles vermeintliche „Nicht-Indische“ wenden und deren Ziel die Errichtung eines reinen Hindu-Staates ist“, berichtete der Bamberger Erzbischof bei der Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe.

Zwar sei die Aggression gegen Christen kein Phänomen in ganz Indien. Die Situation sei in den Provinzen unterschiedlich. Aber in einigen Bundesstaaten habe sich hindu-nationalistischer Hass bereits wiederholt in gewalttätigen Ausschreitungen gegen religiöse Minderheiten entladen. Schick erinnerte an die Vorfälle im August 2008, als eine Gewaltwelle durch den indischen Bundesstaat Orissa schwappte. Nach seinen Angaben zerstörten radikale Hindus christliche Einrichtungen, 118 Menschen verloren ihr Leben, 54.000 Christen ihr Dach über dem Kopf.

Wie die indische Nonne, Schwester Maria Nirmalini, berichtete, seien bis heute viele der Flüchtlinge noch nicht in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt. Diejenigen, die es geschafft hätten zurückzukehren, seien entweder gezwungen worden, Hindus zu werden, oder würden geächtet. In ihrer Ansprache machte die Nonne jedoch auch klar, dass nicht überall in Indien Christen verfolgt würden.

Schick appellierte an die Bundesregierung und die politischen Parteien, Druck auf die indische Politik auszuüben, um die Religionsfreiheit zu gewährleisten. Quellen: Fuldaer Zeitung/Radio Vatikan.

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