Home » Verfolgte Christen » Eritrea – Christen ins Militärgefängnis verlegt

Eine Bitte an die Frau aller Völker…

RSS Stefan Oster SDB

  • Maria ist die Kirche – Oder warum uns die Mutter Gottes real beim Glauben hilft
    Predigt beim Hochfest Maria Himmelfahrt in Altötting. Hier zum Nachören oder Dowonloaden. (Bilder W. Bayer)   Der Beitrag Maria ist die Kirche – Oder warum uns die Mutter Gottes real beim Glauben hilft erschien zuerst auf Stefan Oster SDB.
  • Über das Bleiben – und seine Freuden und Beschwerden
    Predigt in Altötting bei den Schwestern vom Hl. Kreuz: 13 Schwestern haben Professjubiläum gefeiert: 65,60,50 und 40 Jahre Ordensleben. Was für ein schönes Zeugnis der Treue! In der Predigt habe ich über das „Bleiben“ im Johannes-Evangelium gesprochen und über das ... Der Beitrag Über das Bleiben – und seine Freuden und Beschwerden erschien zuerst auf […]

Irak: Weiter Gefahr für Christen

Muslime verlangen nach Jesus

Wähle Themenbereich

Gegen den Zeitgeist in der Kirche

Eritrea – Christen ins Militärgefängnis verlegt

Print Friendly, PDF & Email

(ASMARA, Open Doors, 30. April 2009) – 27 gefangene Christen sind im ostafrikanischen Eritrea in das Militärgefängnis Mitire im Nordosten des Landes verlegt worden. Die Christen wurden bislang in einer Polizeistation in der Hauptstadt Asmara festgehalten. Unter den Gefangenen sind auch Pastor Oqbamichel (Kale-Hiwot Church), Pastor Habtom Twelde, Pastor Jorjo und Berhane Araia (alle Full Gospel Church) sowie die Christen Tesfagaber (Church of the Living God) und Hanibal (Church of the Living God,) und Michel Aymote (Philadelphia Church). In Mitire sitzen viele religiöse Gefangene; unter anderem Christen, die sich keiner staatlich erlaubten – und damit kontrollierten – Kirche anschließen wollen.

Seit Monaten kein Einkommen
Inzwischen hat die Blockade von Gemeindekonten der Eritreisch-Orthodoxen Kirche (EOC) durch die Regierung zu Gehaltsrückständen geführt. Einige Gemeinden hatten sich geweigert, dem EOC-Hauptverwalter, Yoftahe Dimetros, die Vollmacht über ihre Konten zu geben. Sie würden damit von der Regierung kontrolliert werden. Dimetros wurde im August 2005 – entgegen orthodoxem Kirchenrecht – von der Regierung eingesetzt, nachdem der Patriarch Abune Antonius unter Hausarrest gestellt und aller seiner Kirchenämter enthoben wurde. Antonius hatte gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten protestiert. Mitglieder betroffener Gemeinden, darunter Lehrer und Kindergartenmitarbeiter haben seit zwei Monaten kein Gehalt erhalten. Die Regierung von Eritrea verstärkte in der Vergangenheit die staatliche Kontrolle der orthodoxen Kirche. Untersagt wurde die eigene Verwendung der Kirchengelder. Im Dezember 2006 ordnete die Regierung an, alle in der orthodoxen Kirche gesammelten Spenden mit sofortiger Wirkung auf ein Konto der Regierung einzuzahlen. Die monatlichen Gehälter für alle Geistlichen werden von dem von der Regierung kontrolliertem Konto bezahlt.

Hintergrund:
Von den über vier Millionen Einwohnern Eritreas sind rund 52 Prozent Christen, darunter ein Prozent Protestanten/Evangelikale, vier Prozent Katholiken und 47 Prozent Orthodoxe. 47 Prozent sind Muslime. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen. Laut Angaben von Kirchenleitern aus Eritrea sollen derzeit noch über 2.800 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt sein. Viele sitzen seit Monaten oder Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Auf dem Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes belegt Eritrea Platz 9 der Liste der Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden. (www.opendoors-de.org)

Share

Leave a comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Die türkische Regierung ist gefordert!

RSS Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit

  • Iran: Geheimdienstler stürmten Häuser von Konvertiten 27. Juli 2019
    Frankfurt am Main. Als „Gefangene des Monats August“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea vier Angehörige einer christlichen Familie im Iran benannt, die zum christlichen Glauben übergetreten war. Sie rufen dazu auf, sich für sie mit Hilfe von Appellen einzusetzen und für sie zu beten. Mitarbeiter des Geheimdienstministeriums stürmten […]
    Ernesto

Word of God is the True Medicine

Ein Imam

Beistand für die Verfolgten

RSS Radio Horeb – Kirche in Not

RSS Vatican-News

  • Frankreich: Treffen zwischen jungen Muslimen und Christen 21. August 2019
    Ein Wochenende der Freundschaft zwischen jungen Muslimen und Christen findet vom 22. bis 25. August in Taizé statt. Das Treffen richtet sich an Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren und soll vor allem den Dialog und die Freundschaft der Religionen thematisieren.
  • Vietnam: Gedenken an die Opfer religiös motivierter Gewalt 21. August 2019
    Die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden und die Vietnamesische Bischofskonferenz haben dazu aufgerufen, den 22. August mit besonderen Initiativen zu begehen. Im ganzen Land sollen in den Diözesen und Gemeinden besondere Messen gefeiert werden, um der Opfer religiöser Verfolgung zu gedenken.